Franchise-Rechner — Ihre optimale Stufe finden

Ermitteln Sie präzise, welche der sechs Franchise-Stufen für Ihre Situation die wirtschaftlich beste Wahl ist.

So funktioniert die Franchise-Berechnung

Die Franchise ist der Betrag, den Sie pro Kalenderjahr selbst bezahlen, bevor die Krankenkasse Kosten übernimmt. Je höher die Franchise, desto tiefer die monatliche Prämie. Doch ab welchem Punkt kippt das Verhältnis? Genau das beantwortet die Franchise-Optimierung.

Die Berechnung basiert auf einer einfachen Formel: Gesamtkosten = Jahresprämie + tatsächlich bezahlte Franchise + 10% Selbstbehalt (max. CHF 700). Der Selbstbehalt wird erst ab der Franchise berechnet, also auf die Kosten oberhalb der Franchise.

Die Grundregel: Wenn Ihre jährlichen Gesundheitskosten regelmässig unter CHF 1’500 liegen, ist die höchste Franchise (CHF 2’500) fast immer die wirtschaftlich optimale Wahl. Die Prämienersparnis übertrifft das zusätzliche Kostenrisiko deutlich.

Franchise-Stufen für Erwachsene

In der Schweiz stehen Erwachsenen sechs Franchise-Stufen zur Verfügung. Jede Stufe hat ein anderes Verhältnis zwischen Prämiensenkung und Kostenrisiko. Die folgende Tabelle zeigt die typischen Gesamtkosten für drei Szenarien:

FranchiseGeringe Kosten (CHF 200)Mittlere Kosten (CHF 2’000)Hohe Kosten (CHF 8’000)
CHF 300CHF 5’400CHF 5’770CHF 6’470
CHF 500CHF 4’900CHF 5’450CHF 6’150
CHF 1’000CHF 4’200CHF 5’100CHF 5’800
CHF 1’500CHF 3’700CHF 4’950CHF 5’550
CHF 2’000CHF 3’400CHF 5’200CHF 5’700
CHF 2’500CHF 3’200CHF 5’450CHF 6’000

Beispielrechnung, Kanton Zürich, Erwachsene, Standardmodell 2026. Tatsächliche Werte variieren nach Kasse und Region.

Breakeven-Analyse: Ab wann lohnt sich welche Franchise?

Der Breakeven-Punkt ist der Betrag an Gesundheitskosten, bei dem zwei Franchise-Stufen gleich teuer sind. Unterhalb dieses Punkts ist die höhere Franchise günstiger, darüber die tiefere.

Zwischen der tiefsten (CHF 300) und höchsten (CHF 2’500) Franchise liegt der Breakeven typischerweise bei jährlichen Gesundheitskosten von CHF 2’000 bis CHF 3’800, abhängig von der konkreten Prämiendifferenz Ihrer Kasse. Das bedeutet: Nur wer regelmässig mehr als CHF 3’800 pro Jahr an Gesundheitskosten hat, fährt mit der tiefsten Franchise besser.

«Statistisch gesehen hat ein gesunder Erwachsener unter 50 in der Schweiz durchschnittliche Gesundheitskosten von CHF 800 bis 1’200 pro Jahr. Für diese Gruppe ist die höchste Franchise fast immer die wirtschaftlich rationale Wahl.»
— BAG Gesundheitsstatistik 2025

Franchise für Kinder und Jugendliche

Für Kinder bis 18 Jahre gelten andere Franchise-Stufen: CHF 0, CHF 100, CHF 200, CHF 300, CHF 400, CHF 500 und CHF 600. Die maximale Kostenbeteiligung (Selbstbehalt) beträgt CHF 350 pro Jahr. Bei Kindern ist die Null-Franchise oft sinnvoll, da die Prämienunterschiede gering sind und Kinder häufiger medizinische Leistungen benötigen.

Besondere Situationen

Schwangerschaft und Geburt

Ab der 13. Schwangerschaftswoche bis acht Wochen nach der Geburt entfällt die Kostenbeteiligung für schwangerschaftsbezogene Behandlungen. Die Franchise und der Selbstbehalt werden für diese Leistungen nicht angerechnet. Bei geplanter Schwangerschaft kann daher eine höhere Franchise gewählt werden, ohne finanzielle Nachteile bei der Geburt zu riskieren.

Chronische Erkrankungen

Personen mit chronischen Erkrankungen überschreiten in der Regel die Franchise früh im Jahr. Für sie empfiehlt sich tendenziell eine tiefere Franchise, da die Prämienersparnis den Franchise-Unterschied nicht ausgleicht. Berechnen Sie Ihre individuelle Situation mit dem Franchise-Rechner.

Nächste Schritte: Ihre Optimierung abschliessen

Die optimale Franchise ist gefunden? Dann fehlen nur noch zwei Schritte: Wählen Sie das passende Versicherungsmodell für zusätzliche Einsparungen und vergleichen Sie die Anbieter in Ihrem Kanton. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung führt Sie durch den gesamten Prozess. Für eine umfassende Bestandsaufnahme nutzen Sie die persönliche Versicherungsanalyse.

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